YouTube Mobile

Wie Heise berichtet gibt es jetzt eine vollständige YouTube-Version fürs Handy, entweder in Form einer Webseite (http://m.youtube.com/) oder für eine Auswahl an aktuellen Handys auch als Anwendung (Download unter http://m.youtube.com/app). Die Software trägt wie üblich ein “Beta” mit sich…

Da ich solche Clients mag konnte ich natürlich nicht an mich halten und musste die Anwendung gleich mal testen. 🙂

Gleich nach dem Start wird man von dieser Startseite begrüßt. Sie zeigt das aktuelle “Featured Video” als Tip an und verweist weiterhin auf die Suche, bekannte Videos und den eigenen YouTube-Account. Dazu muss man lediglich Benutzernamen und Kennwort angeben, eine extra Registrierung (“mobile profile”, Hinweis auf http://www.youtube.com/mobile) scheint jedoch für Uploads nötig zu sein.

Nach dem Login hat man dann Zugriff auf alle online gespeicherten Favoriten, Playlists, Abonnements, sowie selbst hochgeladenen und empfangenen Videos. Die Bedienung des Clients geht übrigens sehr flüssig von der Hand und ist optisch recht ansprechend, was sich vorallem im nachfolgenden Video-Browser zeigt. Gelegentlich wird jedoch nachgeladen. Das verlängert zwar ein wenig die Warte-/Bedienzeit, dürfte jedoch halbwegs bandbreitensparend sein. (was jedoch nicht weiter ins Gewicht fallen dürfte, siehe unten)

Der Browser präsentiert sich in Cover-Flow-ähnlicher Optik und zeigt sofort Titel, Dauer, Kommentar, URL, Autor und Views an. Im “Screenshot” sieht man auch mal das Menü, welches von überall zu erreichen ist und weitere Optionen pro Video zur Verfügung stellt. Per Cursor-Taste wird die Wiedergabe gestartet.

Und die läuft nicht im Quer- sondern nur im Hochformat (also kein Vollbild), kann nicht spulen (zumindest hab ich noch nicht herausgefunden wie das gehen sollte), hat gelegentlich Aussetzer wenn die Verbindung zu langsam ist und trotz der erkennbar reduzierten Auflösung und Qualität leider einen unglaublichen Verbrauch an Bandbreite. Vorgeladen werden die Videos scheinbar nur bedingt und das Cachen allgemein scheint nicht ganz so gut zu funktionieren wie mit Flash am PC. Im Übrigen: Der Warnhinweis, man solle eine Daten-Flatrate für die Benutzung abschließen ist durchaus ernstzunehmen! Andernfalls kann man selbst mit günstigen Anbietern (wie bei meinem mit 24 Cent/MB) schnell auf die Nase fallen. Zudem ist UMTS Pflicht! Ist UMTS nicht verfügbar (oder unterstützt die SIM-Karte dies gar nicht) ist der Client praktisch unbrauchbar.

Zu dem entstehenden Datenvolumen kann ich momentan nichts sagen. Das kommt daher, daß mir Simyo gerade widersprüchliche Guthaben meldet. Einerseits wurde nach ein wenig anfänglichem Browsen und der Aufnahme der “Screenshots” ein Unterschied von ca. anderthalb Euro via *100# gemeldet, was mich auf rund 1MB pro Videominute schließen ließ, andererseits hat sich dieser Unterschied inzwischen (ca. eine Stunde später) auf insgesamt rund 50 Cent verringert. Dieses Phänomen hatte ich schonmal bei Vodafone und scheint irgendwie mit Streams via RTSP zusammenzuhängen; diese scheinen im Voraus abgerechnet und erst nachträglich korrigiert zu werden. Ich warte hier lieber noch auf die genaue Abrechnung des Datenvolumens (zeigt der Client leider nicht selbst an 🙁 ) und werde meine Kosten für die kleine Spielerei dann nochmal hier nachtragen.

Im Übrigen scheint der Client reproduzierbar mein K800i zu crashen. Nach Benutzung empfiehlt es sich, das Handy ab- und wieder anzuschalten, sonst reagiert alles etwas sehr träge und unzuverlässig.

Nachtrag: Ich habe die Anwendung nochmal mit drei je einminütigen Videos getestet. Auf der Verbindungsübersicht finden sich gleich mehrere Datenverbindungen, entweder weil die Anwendung dauernd die Verbindung kappt oder weil ich hier einen schlechten UMTS-Empfang habe. Die Streams scheinen pro Minute im Schnitt etwas über 800kB zu verbrauchen und werden bei mir von simyo mit im Schnitt 17 Cent abgerechnet.

Zen mit Schnellstart

Nachdem ich vor einigen Tagen das aktuelle Firmware-Update für den Zen durchgeführt habe (1.03 -> 1.20) dachte ich schon es sei etwas schiefgegangen. Ca. 2 Stunden nach dem Abschalten leuchtet plötzlich das Display auf um dann nach einigen Sekunden wieder zu erlöschen. Wie ich inzwischen bemerkt habe scheint das durchaus einen reproduzierbaren Grund zu haben.

Ich weiß nicht ob es stimmt, vielleicht gabs das auch schon vorher und ich habs nur nie bemerkt. Der Zen braucht ja normalerweise unglaublich lange bis er mal gebootet hat. Darüber hatten sich auch anfangs sehr viele Leute beschwert. Meine Vermutung ist nun, daß Creative daran gearbeitet und kurzerhand einen Standby-Modus eingeführt hat. Innerhalb der 2 Stunden bis zum Display-Leuchten ist der Player beim Anschalten in unter 3 Sekunden abspielbereit, es erscheint kein Creative-Logo, sondern nur das ZEN-Logo (während der Player bereits die Wiedergabe fortsetzt). Nach dem Display-Leuchten (also nach mehr als 2 Stunden) benötigt der Zen die üblichen 10 Sekunden bis er mal einsatzbereit ist.

Wie gesagt: Vielleicht gabs das auch vorher und mir ist es nur nie aufgefallen. Vielleicht bin ich auch nur zu blöd den Player richtig abzuschalten; in den Optionen finde ich jedenfalls auch gar nichts von einem Standby-Modus o.ä. Wie sich das auf die Akkulaufzeit auswirkt weiß ich auch noch nicht; auf alle Fälle halte ich das ganze jedoch für recht sinnvoll, zumindest wenn man ihn öfter an- und ausschaltet. Schön wärs noch wenn man das ganze konfigurieren könnte.

It’s not a bug, it’s a feature! 😉

Weitere Änderungen an der Firmware sollen übrigens eine bessere Videowiedergabe (leider nach der hier im Blog beschriebenen Methode immer noch nicht spulbar) und das Kopieren von Speicherkarten (etwa für Digitalkameras) sein. Mehr über die Änderungen weiß ich leider nicht, da ich bisher kein ordentliches Changelog finden konnte (die Creative-Seite spuckt immer nur die letzten Änderungen aus) und das offizielle Forum schlecht sortiert und damit quasi unbrauchbar ist.

Der tägliche Schäuble…

Meldung auf heise.de: Schäuble greift Verfassungsrichter Papier scharf an

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Schäuble, der ein neues Luftsicherheitsgesetz plant, sagte nun der Zeitung Die Welt, Verfassungsrichter seien für “Ratschläge” zur Ausgestaltung solcher Gesetze “nicht demokratisch legitimiert”. Im Gegensatz zum Bundesverfassungsgericht befand der Innenminister, ohne die Menschenwürde auszunehmen: “Alle grundrechtlich geschützten Bereiche enden irgendwo”. Wo diese Grenzen liegen, ist seiner Ansicht nach “Sache des Gesetzgebers”.