erste Eindrücke

Mein iBook war nach etwa 50 Minuten auf Tiger geupdated. Anschließend dauerte es rund 30 Minuten, bis die Indizierung der Festplatte durch Spotlight abgeschlossen war. Auf den ersten Blick fällt auf, daß sich die Schriftgröße für hervorgehobenen Text/Titel leicht erhöht hat oder aber zumindest die Schriftdicke beim Fettdruck – irgendwie sieht es etwas anders aus. Auch die Menü-Leiste hat einen anderen Hintergrund verpasst bekommen.

Leicht negativ aufgefallen sind mir kleinere Bugs:

  • das Assistenten-Fenster lässt sich nicht per “weiter”-Button schließen
  • das Tastaturlayout ist nach dem Update amerikanisch, nach einem Neustart war jedoch wieder alles normal; ich bin mir nicht mehr sicher ob ich das gleiche Problem nicht auch schon beim ersten Start nach dem Kauf des iBooks hatte
  • die Icons auf dem Desktop sind nach dem Update etwas verrutscht

Wofür Apple aber vermutlich nichts kann ist dann noch folgendes, was ich leider erst gelesen habe, nachdem die Installation bereits abgeschlossen war:

Probleme mit Cisco-VPN unter Apples Tiger

Nur noch wenige Stunden bis Tiger — Anwender, die auf VPN-Funktionen unter Mac OS X angewiesen sind, werden vielleicht noch etwas länger warten müssen. So ist der für die bisherigen Mac-OS-Versionen verfügbare Cisco-VPN-Client unter Tiger nicht funktionsfähig — die Version der Cisco-Software für Mac OS X 10.4 allerdings noch nicht ganz fertig. Nach Angaben von Cisco will man bis Mitte Mai soweit sein. Bis dahin sollten Nutzer, die auf verschlüsselte Verbindungen etwa in die Firma angewiesen sind, nicht auf Mac OS X 10.4 upgraden. Über die Gründe für die Verzögerung machen weder Cisco noch Apple Angaben.

Allerdings betrifft das Dilemma nur solche VPN-Konfigurationen, in denen der Cisco-Client erforderlich ist. Mac OS X selbst enthält eigene VPN-Funktionen und unterstützt etwa PPTP und IPSec. Zumindest die Konfiguration des als sicher geltenden IPSec ist aber unter Tiger nicht ganz trivial. Vorsichtshalber warnt auch die Universität von Californien in Los Angeles (UCLA) ihre Studenten davor, dass nach einen Upgrade der Verbindungsaufbau zum Uni-WLAN nicht mehr funtioniert. PPTP würde man nicht unterstützen und der Client schlichtweg nur Fehlermeldungen produzieren. (dab/c’t)

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/59142

Damit ist mir bis Mitte nächsten Monats der Zugang zum WLAN des Hauptrechenzentrums ZRZ der TU Berlin verwehrt. 🙁 Einziger Trost kann mir solange sein, daß es ohnehin mehr schlecht als recht funktioniert hat diese Woche (ständige Neustarts der Access Points).

Nun aber zu den positiven ersten Eindrücken:

  • Spotlight, Dashboard und Automator sind wie erwartet (auf den ersten Blick) gut; mehr kann und will ich hier noch nicht sagen, schließlich sind das die Features die jeder als Neuerung kennen sollte 😉
  • die Batteriestandsanzeige bietet nun eine manuelle Auswahl der CPU-Leistung
  • die Spracherkennung versteht mich endlich (ich scheine extrem undeutlich Englisch sprechen 😛 )
  • erweiterte Optionen fürs Energiesparen
  • Safari als RSS-Reader
  • ein Bildschirmschoner den ich mir schon immer gewünscht habe: ansprechend dargestellte RSS-Feeds 😀
    Video ist hier
    Okay es ginge noch besser (gibt nur ne Feedauswahl in den Optionen) aber ich hab das System ja nicht wegen dem Schoner gekauft. 😉

  • es gibt ein englisches Dictionary, auf den ersten Blick wirklich brauchbar

Sonst hab ich momentan noch nicht viel zu berichten, das System macht aber einen guten Eindruck. 🙂

Der Tiger ist da!

Unglaublich, aber schon auf dem frühen Nachmittag kam hier ein Päckchen aus den Niederlanden an. Mein erster Gedanke beim Auspacken: Eine X-Box! 😉

Ach ja, sehe grade da prangt auch wieder mal ein Schriftzug: “Konzept und Entwicklung: Apple, Kalifornien” Frage: Patriotismus, Marketing oder Trendsetter? Die Antwort lautet: Apple. 😉

Inhalt der X-Box in der Reihenfolge wie sie gepackt ist:

  • Einführung zu Tiger – Überblick über die Funktionen von Mac OS X v10.4
  • Mac OS X v10.4 Tiger – Installation und Konfiguration
  • Software License Agreement for Mac OS X – Single Use License (ziemlich dickes Heftchen in ziemlich vielen Sprachen)
  • AppleCare Service & Support
  • 4 Software-Coupons für Mac OS X 10.4

    Last but not least:

  • die Tiger-DVD inkl. Xcode 2
  • eine Testversion von iWork ’05

Werde jetzt erstmal nachlesen wie ich das installiere/update und das dann machen. Auf alle Fälle Hut ab vor Apple und dem Paketdienst; nach der Mail von heute morgen hätte ich nicht gedacht, daß es heute noch kommt; sogar deutlich vor 18 Uhr. Mal wieder ein riesengroßer Pluspunkt für Apple! 😀

Versandt: Mac OS X 10.4

Es kommt wie ich es befürchtet habe:

wir freuen uns, Ihnen die Versandbestätigung zu Ihrer Apple Store Bestellung schicken zu können. Ihre bestellte Ware wurde versendet und wird an Ihre Lieferadresse geliefert. Bitte bewahren Sie diese E-Mail auf. Sie enthält Ihre Referenznummer (die Web-Bestellnummer)WXXXXXXXX und Versand-/Liefernummer. Falls Sie Rückfragen haben, geben Sie bitte diese Referenznummern an.

Ihre Web-Bestellnummer lautet: WXXXXXXXX
Ihre Liefer-Referenznummer lautet: XXXXXXXXXX

Die voraussichtliche Lieferzeit für Ihre Bestellung beträgt 1 – 2 Tage.
Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um Werktage und lediglich um eine Schätzung der Lieferzeit handelt.

Die Mail ging um 5:25 raus. Soviel zur “Vorbestellung”; wird wohl frühestens morgen, vermutlich erst Montag hier eintreffen. Ich glaube jedenfalls nicht dran, daß Apple die Bestellung per “Express” verschickt, sodaß sie noch heute hier ankommt. 😉

Gilt nicht für Deutschland

Hab mich schon immer gewundert wieso auf vielen Pappkartons immer ein Grüner Punkt abgebildet ist, obwohl Papier/Pappe eigentlich nicht mit hinein gehört – ein Paket von Amazon hat mich vorhin aufgeklärt:

“Gilt nicht für Deutschland”

VDR läuft wieder

Nachdem ich den Server noch ein paar Tests unterzogen habe, wurden heute wieder die Karten eingebaut. Mir war vorher aufgefallen, daß irgendwie nur noch 96 MB RAM erkannt werden und so hab ich die Module nochmal festgedrückt (musste ich um an die CPU zu kommen entfernen). Allerdings hat dies nichts gebracht – ein Modul wird einfach nicht mehr erkannt, obwohl ich keine Bänke vertauscht habe o.ä. Zudem war der Prozessor nach dem letzten BIOS Reset untertaktet (233 statt 266 MHz). Es würde mich also nicht wundern, wenn die Abstürze auch vom RAM verursacht wurden, welches ich zwar mehrmals mit MemTest 86 geprüft, aber noch nicht probeweise entfernt hatte.

Nachdem nun wieder alles läuft, hab ich erstmal den EPG aufgefrischt erstmals seit Februar wieder einlesen lassen und VDRAdmin neu gestartet, damit die AutoTimer ihr Werk vollbringen können. Das Resultat: Sofort fror Prince Charles ein und der VDR begann, RTL2 aufzunehmen. Ich liebe VDR. 🙂

Pentium II entstaubt

Nachdem mein Server nun schon seit Mitte Februar brach lag (nach einigen Minuten Absturz), habe ich heute mal beschlossen, der Sache weiter auf den Grund zu gehen. Die letzte für mich behebbare Quelle blieb die Überhitzung der CPU; also trieb ich die CPU testweise auf Vollast (damit sie gleich sinnvolle Arbeit leistet mit BOINC und Predictor@Home 😉 ). Nach 33 Minuten (davon benötigte ich etwa 15 bis BOINC lief) starb das System (Linux) und der Rechner ließ sich nicht oder nur stockend hochfahren. Also beschloss ich, die CPU vom Staub zu befreien.

Tjooo, aber wie kriegt man bloß so eine vorsintflutliche Slot-Konstruktion abgebaut? Also im TalkHouse nachgefragt und prompt die Antwort bekommen: Nippel oben am Prozessor zusammendrücken und mitsamt Kühler rausziehen. Nachdem die Konstruktion einige Male geknackt hat, hab ich dann vorsichtshalber nochmal nachgefragt, ob da nicht noch was anderes wäre – der Kühlkörper war mit 2 Klemmen befestigt:

Nach einer Weile hab ich das Teil dann tatsache rausbekommen. Nun stand ich vor dem nächsten Problem: Wie trennt man Kühlkörper und CPU? Nachdem ich gar nichts zum Abziehen gefunden habe, begann ich daran zu ruckeln und zu ziehen. Tatsächlich trennten sich beide Elemente voneinander, dafür klapperte plötzlich was in der CPU-Box. Hab erstmal trotzdem weitergemacht und der Kühler ließ sich wunderbar demontieren: Schrauben raus, Deckel abziehen, Lüfter entfernen und Kühlrippen absaugen. Er ließ sich auch wieder zusammenstecken, soweit kein Problem. Aber: Wie wieder auf die CPU kriegen? Die Quelle des Klapperns entpuppte sich als abgebrochener Nippel des Kühlkörpers. Auch der zweite der beiden oberen Nippel war angebrochen und löste sich ab und so entfernte ich ihn vorsorglich. Die CPU-Box lässt sich nicht öffnen, also blieb mir nichts anderes übrig, als die beiden Teile irgendwie zusammengepresst in den Slot zurückzustecken und das Plastikteil in der CPU-Box aus meinem Gewissen zu verdrängen.

Einige Fehlversuche später befand sich die Konstruktion wieder auf dem Mainboard und verrichtet jetzt seit 42 Minuten ihren Dienst, testweise unter Vollast (was beim VDR nicht der Fall sein wird). Ich hoffe das System bleibt jetzt einigermaßen stabil, ansonsten kann ich den Rechner nur noch virtuell zu Grabe tragen und mir ein neues Board, eine neue CPU, einen neuen Kühler und neues RAM kaufen gehen.

Ich hoffe ernsthaft, es kommt nie nie nie nie nie nie nie jemand auf die Idee, das Slot-System wieder einführen zu wollen. Daß es ein halbes Jahr nach seiner Einführung gefloppt und vom Markt verschwunden ist, war wirklich sehr berechtigt. Zumindest mein Kühler wird eine weitere Reinigung wohl nicht mehr (üb)erleben, auch wenn ich mit dem System (PII-266 MHZ) immernoch voll zufrieden bin.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich bin wirklich nicht die Person, die mit Gewalt auf die Hardware einprügelt bis sie in ihre Einzelteile zerfällt, aber diese Nippelkonstruktion konnte nur auseinanderbrechen. Ich weiß auch nicht ob sie überhaupt dazu entworfen wurde, sich wieder entfernen zu lassen – das werd ich wohl auch nie herausfinden….

Aprilscherze

Ich hasse sie… Da wird auf Raumfahrer.net von Wasser auf dem Mars berichtet, von einem todsicheren Verschlüsselungsverfahren namens 2ROT13 (*), einer MMS vom Mond und auch Nectarine berichtet, die Server seien wegen Raubkopien unten, die öffentliche Anhörung fände heute auf dem Eiffelturm statt.

Leute bitte habt etwas mehr Phantasie oder lasst es! Das ist ja nicht auszuhalten! *Kopf gegen Wand knall*

Die Meldung bzgl. Gerüchten über die Fertigstellung von Mac OS 10.4 (Tiger) ist jedoch scheinbar kein Aprilscherz, da sich diese Gerüchte lediglich seit den letzten Tagen verdichtet haben. Dazu gesellen sich dann allerdings auch noch die schlechten Nachrichten des Tages: 2 Todes- (Koma-Patientin & Juhnke) und die Sterbemitteilung (Papst) von heute.

*) ROT13 bezeichnet ein einfaches Verfahren, bei dem alle Zeichen eines Textes um 13 Stellen im Alphabet verschoben werden. Wendet man das Verfahren erneut an, so erhält man den ursprünglichen Text. Das Ganze macht Sinn um z.B. im Usenet Spoiler zu verbergen, d.h. jeder erkennt sofort er muss ROT13 anwenden wenn er den Spoiler lesen will, sonst lässt ers. 2ROT13 erzeugt somit den Ursprungstext.