Wechsel zur Xbox 360

Seit letzter Woche steht eine Xbox 360 Elite neben meinem Rechner. Ich hatte schon seit mitte letzten Jahres vor, mir eine Konsole anzuschaffen, habe aber bisher zwischen PS3 und 360 geschwankt. Die Entscheidung für die deutlich ältere Xbox fiel nach einiger Überzeugungsarbeit durch einen Kumpel recht schnell, obwohl ich monatelang eher auf Seiten der PS3 stand. Meine Gründe, die Umsetzung und Besonderheiten werde ich im Weiteren erläutern. Da dieser Artikel länger ist, geht es in einer Langfassung weiter. Continue reading “Wechsel zur Xbox 360”

GTA IV moralisch unkaufbar

Seit gestern steht GTA IV in den Läden. Bedauerlicherweise ist auch dort schonwieder SecuROM mit Online-Aktivierung dabei. Obwohl ich wahnsinnige Probleme mit Drakensang unter Vista hatte, die scheinbar durch SecuROM verursacht wurden, läuft Fallout 3 hervorragend und mein System ist immernoch (oder besser gesagt: wieder) stabil. Drakensang und Fallout 3 mag man noch nachsehen, auf SecuROM gesetzt zu haben, denn immerhin wird dort nur die traditionelle Offline-Prüfung der Original-Datenträger durchgeführt. Somit stehen denn auch beide in meinem Regal, Drakensang sogar als Collectors Edition.

Zurück zu GTA. Rockstar ließ es sich leider nicht nehmen, zusätzlich zur Prüfung der Datenträger auch noch eine Online-Aktivierung nach der Installation bzw. tiefergehenden Hardwareupgrades durchzuführen; wenn auch “unbegrenzt”. Wenigstens geschieht dies mit Servern bei SecuROM, sodaß man sicher einige Jahre lang neu aktivieren könnte – auch wenn ich mir wünsche, daß SecuROM möglichst bald von der Bildfläche verschwindet. “Unbegrenzt” setze ich genau deshalb in Anführungszeichen, da ich daran nicht ganz glauben kann. Wozu wird eine Online-Aktivierung benötigt, wenn man das Spiel doch angeblich so oft installieren darf wie man will? Meine Vermutung ist, daß Käufer mit zu vielen Aktivierungsversuchen trotzdem über kurz oder lang gesperrt werden, sonst hätte man schließlich genauso gut darauf verzichten können.

Doch es kommt noch schlimmer: Laut einigen Quellen wird zum Spielen im Einzelspielermodus Windows Live benötigt. Andere wiederum nennen dies (wie übrigens auch bei Fallout 3) nur für die Achievements als unbedingt erforderlich. Für Multiplayer ist Live dann jedoch Pflicht, ebenso scheinbar ein Account bei der Rockstar-eigenen Seite “Rockstar Social Club”.

Wer jetzt glaubt, er könne diesem ganzen Wahnsinn durch Kauf von Downloadversionen umgehen, wird bitter enttäuscht: Auch die accountgebundenen, z.B. per Steam gekauften Lizenzen sollen zusätzlich SecuROM enthalten und setzen auf die übrigen Online-Accounts für den Mehrspielermodus.

Was mir absolut nicht in den Kopf will: Wozu wird ein bereits per Accountbindung ausreichend und deutlich effektiver als bei jeder anderen Kopierschutzmaßnahme geschütztes Spiel zusätzlich mit den Retail-Kopierschutzmechanismen ausgestattet? Und wozu erfolgt bei Installation/Hardwareupgrade eine Aktivierung, wenn doch angeblich “unbegrenzt” viele Installationen möglich sein sollen? Wieso versauen sich so viele Publisher ihre Verkaufszahlen und verursachen durch den Einsatz unausgereifter Kopierschutzsoftware schwerwiegende Probleme beim Kunden, sowohl in Zusammenhang mit dem Spiel als auch nach Beendigung in Windows selbst? Warum rühmt sich ein Publisher damit, “freundliches” DRM zu verbundlen wenn nach der Beschreibung desselbigen dieses genausogut entfallen könnte?

Wieso wird selbst bei Download-Versionen unnötig Geld in einen so miserablen Kopierschutz gesteckt?

Ich werde es nie begreifen und kann nur hoffen, daß die Spieleindustrie irgendwann mal zur Vernunft kommt. Vielleicht will man die Kunden auch einfach nur vom PC vergraulen und zu den vollverschlüsselten Konsolen drängen (wo die Spiele dann gleich mal 20€ teurer sind). Ein Kauf von GTA IV ist damit für mich nicht vertretbar.

Siehe auch:

Update: Die GameStar berichtet online von gravierenden Problemen mit ATI-Grafikkarten. Darüberhinaus noch weiteres zur Installation:

Auch wenn Sie von Hardware-Problemen verschont bleiben, kostet GTA 4 Nerven, weil Rockstar die Hürden der Online-Aktivierung auf ein neues Level bringt: Sie müssen zusätzlich zur gut halbstündigen Installation des Hauptspiels ein Programm namens »Rockstar Social Club« sowie Microsofts »Games for Windows Live« installieren, für beide Systeme Konten einrichten, Games for Windows Live aktualisieren und GTA 4 auch noch online aktivieren. Um das Spiel zu starten, muss zwingend die Social-Club-Anwendung im Hintergrund laufen. Falls Sie auf die Installation der Zusatzkomponenten verzichten, können Sie so oder so nicht spielen.
Scheinbar ist das doch nichtmal nur für Multiplayer sondern auch Singleplayer erforderlich.

Vista-Tuning

Peter Provost beschreibt in seinem Blog eine interessante Einstellung in Vista, welche die Zahl der CPUs/-Kerne festsetzt. Vista verwendet wohl beim Booten erstmal nur einen Kern, unabhängig davon, wieviele das System tatsache hat. Die manuelle Einstellung auf die volle Anzahl soll das Booten beschleunigen: Speeding Up Vista Boot Time Ob es tatsächlich was bringt kann ich leider nicht nachvollziehen, da ich Vista bei mir eh nur zum Spielen einsetze. 😉

Microsoft beschreibt in der MSDN Library noch was interessantes. Die Speicherlimits von Windows lassen sich über Bootparameter mittels PAE ggf. nochmal höher setzen, wenn diese sich nicht durch andere Optionen bereits aktiviert haben. Dort finden sich auch nochmal Verweise zu anderen nützlichen Optionen:

Memory Limits for Windows Releases
Physical Address Extension

Danach dachte ich eigentlich hätte ich (inkl. System) meine vollen 4GB RAM zur Verfügung. Bisher zeigt Vista allerdings immernoch 3326 MB im Task-Manager an, genauso wie zuvor. Entweder hat das noch nicht richtig geklappt oder der vom Betriebssystem belegte Speicher wird in der Anzeige verborgen. Ich werd bei Gelegenheit nochmal damit rumprobieren, vielleicht funktionierts ja doch noch. Ob sich PAE evtl. negativ auf die Leistung auswirkt ist mir nicht bekannt.

Distanzierung von Inhalten des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung

Nachdem ich einige Zeit lang die “Überwachungsecke” des AK auf meine Webseite eingebunden hatte und hier im Blog mehrmals darauf Bezug genommen habe, sehe ich mich aufgrund der meiner Interpretation nach nicht mehr vollständig legalen Aktionen bzw. des zunehmend starken Bündnisses mit mir dubios erscheinenden Organisationen des AK wie z.B. Critical Mass dazu gezwungen, mich aufgrund der deutschen Rechtslage im Internet von jeglichen Aufrufen zu Aktionen dieser oder ihm verbundenen Organisationen und Personen, sowie allen weiteren Inhalten der Webseiten des AK oder ihm verbundener Organisationen und Personen zu distanzieren. Alle direkten Links zum AK und über 2 Klicks erreichbaren Deep Links werden darum vorsichtshalber von dieser Webseite entfernt.

Diese Selbstzensur ist leider nötig, da es wiederholt Urteile zur Haftung für Links gab, die mich für derartige Verweise haftbar machen, wenn ich bei Bekanntwerden von möglichen Verstößen egal welcher Art nicht sofort Selbstzensur betreibe. Bedauerlicherweise betrifft dies auch Deep Links, sodaß ich gezwungen bin, Verweise auf fremde, volllegale Seiten wie heise.de zu entfernen, welche auf der verlinkten Seite auf den AK unmittelbar weiterverlinken.

Es ist erschreckend, wie tief die Gesetzgebung und die Rechtsprechung in Deutschland bereits gesunken sind, sodaß ich zu diesem Schritt gezwungen bin. Im Rahmen der mir gestatteten freien Meinungsäußerung kann ich daher nur nahelegen, diesen Irrungen auf legalem Wege auch in Zukunft entgegenzutreten; dies schließt z.B. die von mir mitunterzeichnete Verfassungsbeschwerde des AK und angemeldete Demonstrationen und Aktionen zu diesem Thema ein.

Betroffene Beiträge sind:

Update: Im Kommentar und einem Forum belehrt wurde, handelt es sich bei Critical Mass um eine organisationsunabhängige Aktionsform. Die Initiative und die bisherigen Forderungen des AK Vorrat befürworte ich nach wie vor, jedoch bleibt mir aus rechtlicher Sicht in Anbetracht einer nichtangekündigten Demonstration der Form “Critical Mass” nichts anderes übrig, als den Aufruf dazu – in Form der PagePeel-Ecke – von dieser Seite zu entfernen, ebenso mögliche Deep Links dazu. Aus Konsequenz musste ich leider auch den Link auf den Wikipedia-Artikel zu Critical Mass und den Link auf den AK Vorratsdatenspeicherung aus Kommentar #1 entfernen. Gesponsort wird dieser Griff ins Klo vom LG und OLG Hamburg, die sich beide wiederholt und sehr häufig für eine umfassende Haftung zu fast allem auf Webseiten stark gemacht haben. Ums noch klarer zu machen: Dieser Blog-Eintrag fällt in die Kategorie Disclaimer, damit hat er nichts damit zu tun, wie ich tatsächlich über die Aktionen des AK denke.

Skype und DSL 16000

Mir fiel grad durch Zufall auf, daß ich – ohne selbst im Netzwerk tätig zu sein – 27 kB/s an ein- und ausgehendem Traffic hatte. Der Traffic lief über UDP zwischen 2 norwegischen Rechnern, scheinbar als Proxy über mich geleitet. Am Router festgestellt, daß über UPnP exakt dieser Port geöffnet wurde und diesen geschlossen. Seltsamerweise hörte der Traffic aber nicht auf.

Die Lösung: Skype beenden. Scheinbar hat Skype mitbekommen, daß ich nicht länger über ein relativ schmalbandiges 1000er DSL online bin sondern diese Kapazität jetzt bei Inaktivität locker durchleiten kann. Daraufhin bin ich wohl unbemerkt zu einem Vermittlungsknoten im Netzwerk geworden.

Was lernen wir daraus? Skype abstellen wenn mans nicht braucht oder besser gleich ganz und gar darauf verzichten, denn eine Option, Skype diese Vermittlungstätigkeit abzustellen, existiert nicht.

eine Webseite, zwei Browser, zwei Layouts

Amazon hat mich grad überrascht. Seit kurzem ist die Seite mit einem neuen Layout versehen:

Das ist so, wie ich die Seite in Opera 9.5 unter Linux sehe (mit deaktiviertem Flash). Nun fragt Amazon offen nach einer Meinung zu diesem Layout. Negative Bewertung eingestellt, Text getippt und fast abgeschickt – da fiel mir ein, daß ich die Seite nochmal in Firefox aufrufen könnte:

Würde mir die Seite so auch in Opera erscheinen hätte ich entweder eine gute oder gar keine Bewertung abgegeben. Warum ich in Opera etwas vollkommen anderes und vermurkstes sehe ist mir heutzutage vollkommen unbegreiflich. Da kann Amazon gleich einen “Best viewed with…”-Button hinklatschen, am besten auf einer extra vorgeschalteten Intro-Seite…

Yahoo bleibt Yahoo

Im Heise Newsticker:


Microsoft zieht Übernahmeangebot für Yahoo! zurück

Nach einem drei Monate langen Tauziehen hat der Softwareriese Microsoft sein milliardenschweres Übernahmeangebot für den Internet-Konzern Yahoo! zurückgezogen. Beide Seiten konnten sich nicht auf einen Kaufpreis einigen. […]

[…] Auch eine mehrfach angedrohte feindliche Übernahme von Yahoo! gegen den Widerstand des Managements schloss Microsoft in der Absage nun definitiv aus.

[…]

Kritik zu A Sense of Purpose

Dass In Flames auf kaum einem Album den gleichen Stil bieten ist schon seit Reroute to Remain der Fall. Was als Melodic Death Metal begann verlief sich zunehmend in andere Richtungen. Ich selbst kam erst 2004 mit Soundtrack to your Escape zu In Flames und fand ab da rückwirkend alle Alben hervorragend und arbeitete mich letztlich geschmacklich an Melodic Death Metal heran. Für einige Fans hatten In Flames schon mit Reroute to Remain aufgehört zu existieren, meine Untergangs-Meinung kam 2006 mit Come Clarity, von dem ich maximal einem Track etwas gutes abgewinnen konnte. Daran konnte dann auch die Tour im März 06 nichts ändern.

Nun ist bereits vor einem Monat wieder ein neues Album erschienen, A Sense of Purpose. Nach mäßigen (und sichtbar zu häufigen) MySpace-Videos sanken meine Erwartungen noch weiter als bisher. Und sie sollten auch nicht wirklich steigen, als die ersten Songs zum Anhören bereitstanden.

Der Opener, The Mirror’s Truth, ist noch das beste und gewaltigste Stück des ganzen Albums und tatsache recht gut gelungen und ein echter Ohrwurm. An diesem Urteil könnte jedoch letztlich auch ein auf YouTube erschienener Zusammenschnitt von Szenen aus Assassin’s Creed schuld sein; das eigentliche Musikvideo dazu empfinde ich persönlich als eines der schlechtesten die IF je produziert haben lassen, wenn man die qualitativ grausigen “Underground Videos” bis einschließlich Ordinary Story weglässt.

Das Album geht dann überraschend eintönig weiter. Irgendwie verliert man nicht den Eindruck, alles schonmal gehört zu haben. Wenn nicht in Mirror’s Truth, dann doch immerhin auf älteren Alben. Insbesondere glaube ich immer wieder Wiederholungen aus StyE und CC heraushören zu können. Die Vocals klingen irgendwie streckenweise sehr weinerlich, die Texte sind eher unterdurchschnittlich und auf Amazon gab es bereits die Frage ob man dies als “Emo Death” bezeichnen sollte.

Doch es gibt auch einige Lichtblicke. Nach mehrmaligen Durchhören erkennt man einzelne Details und wenn man etwas Abstand gewinnt und das Album für sich selbst und nicht im Zusammenhang zu der bisherigen Diskographie betrachtet, kann man einzelnen Songs sogar etwas abgewinnen. Insgesamt stellt sich dann recht schnell der Eindruck ein, dass ASoP wohl eher ein Rückgriff auf StyE darstellt als eine Weiterentwicklung von CC, leider jedoch vielen Songs der Schwung fehlt und alles auswechselbar klingt.

Als etwas originellere Songs und damit als Anspieltips lassen sich vor allem

  • The Mirror’s Truth (absolutes Highlight)
  • Alias (ruhiger)
  • I’m the Highway (etwas schneller)
  • Move Through Me (knüpft als einziger Song stilistisch an CC an, würde ich aber dennoch als besser bewerten)

empfehlen. Beim Rest des Albums stellt sich einfach noch stärker das Gefühl ein, fast alles schon min. einmal gehört zu haben. Ich bin mir nicht sicher ob evtl. noch March to the Shore zu empfehlen wäre – hier werden nochmal alle anderen Songs zusammengefasst, sodass es sich eigentlich um die größte Wiederholung des ganzen Albums handelt.

Nachdem man sich an das Album gewöhnt hat lohnt es sich auch durchaus nochmal in die Single hineinzuhören, denn deren Bonus-Songs, insbesondere Abnegation, wirken letztlich fast besser als das eigentliche Album.

Fazit: Wo auf diesem Album (für IF) neue Ideen zum Vorschein kommen, taucht die Band stilistisch aus dem Meer an Metal-Bands zunehmend Richtung Mainstream-Nicht-Metal auf, was viele als “Weichspüler” bezeichnen aber wohl eher ein neues Sub-Genre darstellt. Das muss musikalisch nicht unbedingt schlecht klingen, ist aber ganz sicher nicht jedermans Geschmack und erfordert eine größere Distanz zu den bisherigen Veröffentlichungen. Wer sich mit den genannten Kritikpunkten (Wiederholung, Mainstream, Durchschnitt/”Weichspüler”, erforderliche Distanz durch Genre-Wechsel) abfinden kann, dem würde ich rückblickend auf das meiner Meinung nach ziemlich mislungene Album Come Clarity schon eher eine Kaufempfehlung aussprechen, doch sollte man auch daran nicht unvorbereitet herantreten. Egal wie es mit IF weitergeht, sicher zu sein scheint, dass die Band in Zukunft eher noch sanftere Töne anschlägt. Wie die Tour aussehen wird kann ich mir kaum vorstellen, da das Album stilistisch selbst zu CC kaum kompatibel ist. IF sind in die Jahre gekommen.