Alien Technology

Man sollte es kaum glauben aber das Warten seit der Ankündigung im Dezember hat endlich ein Ende. Seit dem Wochenende hat ACom endlich den Core2Duo E8400 (3GHz, FSB 1333, 6MB Shared L2-Cache) auf Lager. Seit über einem Monat war die CPU nur sporadisch lieferbar aber endlich hab ich sie. Fehlt nur noch die restliche Hardware, dann wird Linux flitzen wie nichts (gegenüber meinem Athlon XP 2400+ rechne ich mit gefühlten 7GHz) und bei Spielen wie Crysis und Assassins Creed wird mir filmreife Grafik auf den Schirm gezaubert werden. :)

Bleibt nur noch die Frage: Vista 32 oder 64 Bit?

Dolphin Olympics 2

Dieses Flash-Spielchen macht süchtig:

Dolphin Olympics 2

Lässt sich auch in Facebook einbetten, um eine gemeinsame Bestenliste zu führen, allerdings funktioniert das momentan nicht. Mein bisheriger Highscore liegt bei 4 Mio.; möglich ist viel mehr (siehe Video in der Hilfe), aber momentan komm ich nichtmal an meinen alten Stand heran…

Die Crux mit dem Resale: congster wird congstar

Eigentlich sollte ich mich freuen: Mein Internet-Provider stellt in den kommenden Monaten seine Altkunden auf das neue Angebot nach seiner Umfirmierung aus dem letzten Jahr um. Damit wird alles noch billiger, denn mein DSL (bisher 1000) würde nicht mehr 22€ kosten sondern nur noch 15 – und das sogar bei Aufstockung auf DSL 2000 (denn 1000er DSL gibt es laut Telekom gar nicht mehr) und inkl. Internet-Provider. Das von mir gewünschte 16000er bekäme ich für nur 20€ monatlich. Leider hat die Sache einen Haken: Das neue Angebot ist nur deshalb so günstig, da es – im Gegensatz zu früher – als Resale vertrieben wird.

Nun möchte ich das aber nicht. Die meisten Resale-Anbieter scheitern eher früher denn später an dem Mehr an Auftragsbearbeitung, das auf sie zukommt. So müssen sie sich nicht nur um die eigene Anbindung an ihre Backbones und die Telekom kümmern, sondern müssen auch Beschwerden und Störungen annehmen, die die DSL-Leitung der Telekom betrifft, diese durchleiten und Antworten zurück an den Kunden vermitteln. Je mehr Kunden ein solches Resale-Unternehmen hat, desto unmöglicher scheint diese Bearbeitung zu werden. Da wartet man schonmal wochenlang auf eine Rückantwort, kann mehrmals nachhaken und erfährt dann, daß bei der Telekom gar keine Störungsmeldung eingegangen ist. Manchmal kommt auch die nötige Hardware gar nicht erst beim Kunden an oder der Anschluss wird bereits abgebucht obwohl er noch gar nicht geschaltet ist. Setzt man sich direkt mit der Telekom in Verbindung, endet das Gespräch recht schnell mit der Erkenntnis, daß man sich ja mit dem Internetanbieter in Verbindung setzen müsse, denn bei der Telekom hat man gar keinen DSL-Anschluss. Das ist vertraglich vollkommen korrekt, technisch jedoch absoluter Blödsinn, denn an der Leitung ändert sich ja gar nichts. Vertraglich bekommt man es beim Wechsel dann aber vielleicht auch noch mit Mindestvertragslaufzeiten etc. zu tun, außerdem hat man das DSL fest an den Provider gebunden. Möchte man später wechseln, ist dies eine Anschlussneubeauftragung. Toll. Dabei ist alles was sich ändert eigentlich nur die direkte Durchstellung der Einwahl an den Provider (sonst Prefix-Kennung) und ein paar Byte in der Datenbank der Telekom: Aus T-DSL wird Resale-DSL.

Noch härter kommt es bei der Anmietung einer Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Spätestens hier trennt sich bei den Providern die Spreu vom Weizen und es wird offensichtlich, wo das Management einfach nur Preisdumping und Kundenfang betreibt. Denn diese Unternehmen (den absoluten Negativrekord hält immernoch Alice/Hansenet) bekommen plötzlich gar nichts mehr auf die Reihe: Bei der Anmietung der TAL wechselt nicht nur das DSL seinen Namen, sondern das Kabel in der Vermittlungsstelle seinen Anschluss. Folglich ist die Telekom nur noch Carrier und hat mit dem Anschluss – außer dem Kabel zum Kunden – gar nichts mehr zu schaffen. Dadurch wechselt auch der Telefonanschluss seinen Partner und somit ist man von der Telekom komplett entbunden. Der Provider darf sich also nicht nur um die Durchleitung von Beschwerden kümmern, sondern um die gesamte Behebung aller Probleme. Nicht selten funktioniert anschließend gar nichts mehr; das Telefon fällt dauernd aus, das Internet bringt nicht die versprochene Geschwindigkeit oder das Modem streikt. Ist das Modem defekt, kann man dieses in einigen Fällen nichtmal selbst austauschen, da manche Provider die glorreiche Idee haben, die Hardware zu verdonglen (Einwahlauthentifizierung via MAC-Adresse o.ä.); dann kann man nur hoffen, daß der Provider es auf die Reihe bekommt, bei Zeiten ein Ersatzgerät zu schicken. Dabei gibt es dann wiederum diverse Probleme, angefangen bei verschollenen (oder nie rausgegangenen) Paketen über falsche Lieferungen bis hin zur ernüchternden Feststellung, daß mit dem alten Modem doch alles in Ordnung war. Wendet man sich an die Telekom, wird das Gespräch noch viel kürzer, denn die Telekom hat ja wie gesagt gar nichts mehr mit dem logischen Anschluss zu tun, sie betreut nur noch das physische Kabel. Mit etwas Glück kommt dann aber doch noch ein vollkommen entnervter Techniker vorbei, nicht selten sogar ein Telekom-Mitarbeiter, der vom Provider quasi als Outsourcing beauftragt wurde, nach dem Rechten zu sehen. In keinem Fall hat die Telekom vertraglich mit dem Kunden zu tun und so sind die Techniker denn auch ziemlich kurz angebunden.

Hierbei sollte ich noch erwähnen, daß dies glücklicherweise nicht meine eigenen Erfahrungen sind. Jedoch habe ich dies inzwischen von einer zweistelligen Anzahl verschiedener Leute aus meinem näheren Umfeld gehört. Diese Probleme scheinen providerübergreifend mit Häufungen bei bestimmten Firmen aufzutreten. Insofern scheint dies leider der traurige Regelfall zu sein: sobald Probleme auftreten sind Resale- und ganz besonders TAL-Provider schlichtweg überfordert.

Daher werde ich wohl congster kündigen und T-DSL behalten bzw. selbst umstellen lassen auf eine höhere Bandbreite. Die Grundgebühr für das DSL (exkl. Telefon) beträgt dann rund 31€, der Provider erhält ca. 10€, zusammen würde ich dann also etwa 40€ pro Monat zahlen, also das doppelte des Resale-Angebots. Die Umstellung wird nochmal einmalig 100€ Einrichtungsgebühr kosten (da Wechsel auf 16 MBit) und hat mich bisher abgeschreckt. Dafür kann ich mich jederzeit bei Störungen direkt an die Telekom wenden. Und mal ehrlich: Im Vergleich zu 2002 sind die Preise trotzdem gefallen.

Facebook auf deutsch

Wie Heise berichtet, hat Facebook nun die ins Deutsche übersetzte Version online gestellt. Angeblich entstand die (noch etwas lückenhafte und an einigen Stellen z.B. in der Sortierung nicht vollständig angepasste) Version unter Beteiligung von 2000 Benutzern. Dazu soll es wohl irgendeine nirgendwo verlinkte Anwendung gegeben haben, wobei sich diese immernoch nicht finden lässt. Jedenfalls hab ich danach schon bei der Verkündung des Übersetzungsstarts gesucht und nicht das geringste außer der Meldung auf Heise finden können, daran hat sich bis jetzt nichts geändert.

Außer der Eindeutschung der Oberfläche hat sich aber noch nicht viel getan – Schulen sind nach wie vor nur sehr wenige gelistet und ganz “Germany” ist immernoch ein einziges Netzwerk. Hier würde ich mir ja wünschen, daß das endlich in die einzelnen Bundesländer zerfleddert wird, andernfalls macht das nicht im geringsten Sinn.

Mal sehen was nach dem offiziellen Start jetzt noch passiert; die Mitgliederzahl in “Germany” beträgt jedenfalls momentan noch immer magere 350.000.

Compiz-Bug in Java

Bei Verwendung von 3D-Desktops unter Linux, wie z.B. Compiz(-Fusion), kommt es zu einem Bug der mir bisher noch gar nicht aufgefallen war. Mit Swing entwickelte Anwendungen zeigen (teilweise reproduzierbar) ein leeres Fenster:

Abhilfe schafft das Installieren von libXP und Wechsel des Toolkits via export AWT_TOOLKIT=MToolkit. Laut Kommentar im Fedorablog ist das aber nur ein grober Workaround, da anschließend wohl einige Maße nicht mehr stimmen.

Sun hat dafür auch einen Bugreport. Das Problem ist allerdings schon ziemlich alt. Scheinbar wird oder wurde daran zwar gearbeitet aber angesichts des Alters und der bisher nur sporadisch greifenden Fixes ist fraglich, wann das Problem endgültig behoben wird. Hilft wohl erstmal nur, bei Swing-Entwicklung Compiz abzuschalten. :(

uvesafb mit mehr als 60Hz

Nachdem nun schon seit einer Weile vesafb nicht mehr aktiv war, wollte ich letztens die Auflösung des Konsolen-Framebuffers wieder erhöhen. Dabei stellte sich heraus, daß vesafb durch uvesafb abgelöst wurde, welches einige Funktionen in den Userspace verlagert. Außer der Aktivierung der Kerneloption werden noch (unter Gentoo) eine Neukompilierung von klibc und als Userspace-Teil v86d benötigt. Eine genaue Anleitung gibts auf der Projektseite beim Autor.

Gegenüber vesafb ändert sich im besten Fall nicht viel in den Kernelparametern. In meinem Fall lautete der neue Eintrag:

video=uvesafb:ywrap,1280x1024-32@85

Nur auf 85Hz kam ich nach einem Reboot leider nicht, stattdessen flimmerte der Monitor mit 60Hz vor sich hin. Scheinbar können von vielen Nvidia-Karten die Werte des Monitors nicht ausgelesen werden. Allerdings lassen sich ersatzweise 3 Parameter übergeben, mit denen der Wechsel in die höhere Bildwiederholrate gelingt:

  1. maxhf – maximale horizontale Frequenz
  2. maxvf – maximale vertikale Frequenz
  3. maxclk – Takt des Grafikchips

Die ersten beiden Werte hat man schonmal in /etc/X11/xorg.conf eingetragen, Section Monitor, in meinem Fall HorizSync 30.0 - 96.0 und VertRefresh 50.0 - 160.0. Den Takt verrät Xorg beim Start und lässt sich im Logfile wiederfinden. cat /var/log/Xorg.0.log | grep -i hz liefert bei mir: (--) NVIDIA(0): STN SAMTRON (CRT-1): 350.0 MHz maximum pixel clock

So lassen sich dann folgende Parameter ergänzen: video=uvesafb:ywrap,1280x1024-32@85,maxhf:96,maxvf:160,
maxclk:350

dmesg meldet dann:
uvesafb: NVIDIA Corporation, NV28 Board, Chip Rev A0, OEM: NVIDIA, VBE v3.0
uvesafb: protected mode interface info at c000:e740
uvesafb: pmi: set display start = c00ce785, set palette = c00ce80a
uvesafb: pmi: ports = b4c3 b503 ba03 c003 c103 c403 c503 c603 c703 c803 c903 cc03 ce03 cf03 d003 d103 d203 d303 d403 d503 da03 ff03
uvesafb: VBIOS/hardware doesn't support DDC transfers
uvesafb: monitor limits: vf = 160 Hz, hf = 96 kHz, clk = 350 MHz
uvesafb: scrolling: ywrap using protected mode interface, yres_virtual=4915
uvesafb: framebuffer at 0xd8000000, mapped to 0xf8880000, using 24576k, total 65536k

Linux auf dem iBook G4

Linux läuft bekanntlich überall. Daß es nicht überall gleich gut läuft ist auch bekannt. Daß es aber – in meinen Augen – nahezu unbrauchbar auf dem iBook G4 ist, hat selbst mich überrascht. Aber erstmal von Anfang an:

Motivation
Mein iBook wurde unter OS X subjektiv immer langsamer. Besonders wenn einige große Anwendungen, wie z.B. Eclipse liefen, dann war das arme Notebook einfach beim Multitasking überfordert. Das kann u.a. am RAM gelegen haben (512MB), muss aber nicht zwangsläufig, da es einige Zeit zuvor – subjektiv – schneller und flüssiger lief. Nachdem ich letztes Jahr auf dem Desktop zum Arbeiten komplett auf Linux umgestiegen bin, fingen mich auch einige andere Dinge an zunehmend zu nerven, so z.B. das irrsinnig langsame – wenn überhaupt noch funktionierende – X11 (brauche ich z.B. für Inkscape) oder das seltsame, unkomfortable Terminal an dem man sich dauernd stößt sobald man via SSH woanders einloggt. Java 1.6 gibts auch nicht und obs das für PPC überhaupt noch geben wird ist eh fraglich. Das Speichermanagement erscheint mir sehr ineffektiv (abgesehen vom statischen Linken aller Programme) und ob sich Leopard performancemäßig lohnen würde stand auch in den Sternen. Was tun, sprach Zeus? Ganz klar: Linux muss her! Also Backup gefahren, Partitionen neu aufgesetzt, OS X reinstalliert und Gentoo Live-CD eingelegt. Das war im Oktober und ich war guter Dinge. Leider sollte meine Euphorie schnell verfliegen….

Es folgt eine ziemlich lange Anleitung zur Lösung vieler vor allem plattformspezifischer Probleme. Continue reading “Linux auf dem iBook G4”

YouTube Mobile

Wie Heise berichtet gibt es jetzt eine vollständige YouTube-Version fürs Handy, entweder in Form einer Webseite (http://m.youtube.com/) oder für eine Auswahl an aktuellen Handys auch als Anwendung (Download unter http://m.youtube.com/app). Die Software trägt wie üblich ein “Beta” mit sich…

Da ich solche Clients mag konnte ich natürlich nicht an mich halten und musste die Anwendung gleich mal testen. :)

Gleich nach dem Start wird man von dieser Startseite begrüßt. Sie zeigt das aktuelle “Featured Video” als Tip an und verweist weiterhin auf die Suche, bekannte Videos und den eigenen YouTube-Account. Dazu muss man lediglich Benutzernamen und Kennwort angeben, eine extra Registrierung (“mobile profile”, Hinweis auf http://www.youtube.com/mobile) scheint jedoch für Uploads nötig zu sein.

Nach dem Login hat man dann Zugriff auf alle online gespeicherten Favoriten, Playlists, Abonnements, sowie selbst hochgeladenen und empfangenen Videos. Die Bedienung des Clients geht übrigens sehr flüssig von der Hand und ist optisch recht ansprechend, was sich vorallem im nachfolgenden Video-Browser zeigt. Gelegentlich wird jedoch nachgeladen. Das verlängert zwar ein wenig die Warte-/Bedienzeit, dürfte jedoch halbwegs bandbreitensparend sein. (was jedoch nicht weiter ins Gewicht fallen dürfte, siehe unten)

Der Browser präsentiert sich in Cover-Flow-ähnlicher Optik und zeigt sofort Titel, Dauer, Kommentar, URL, Autor und Views an. Im “Screenshot” sieht man auch mal das Menü, welches von überall zu erreichen ist und weitere Optionen pro Video zur Verfügung stellt. Per Cursor-Taste wird die Wiedergabe gestartet.

Und die läuft nicht im Quer- sondern nur im Hochformat (also kein Vollbild), kann nicht spulen (zumindest hab ich noch nicht herausgefunden wie das gehen sollte), hat gelegentlich Aussetzer wenn die Verbindung zu langsam ist und trotz der erkennbar reduzierten Auflösung und Qualität leider einen unglaublichen Verbrauch an Bandbreite. Vorgeladen werden die Videos scheinbar nur bedingt und das Cachen allgemein scheint nicht ganz so gut zu funktionieren wie mit Flash am PC. Im Übrigen: Der Warnhinweis, man solle eine Daten-Flatrate für die Benutzung abschließen ist durchaus ernstzunehmen! Andernfalls kann man selbst mit günstigen Anbietern (wie bei meinem mit 24 Cent/MB) schnell auf die Nase fallen. Zudem ist UMTS Pflicht! Ist UMTS nicht verfügbar (oder unterstützt die SIM-Karte dies gar nicht) ist der Client praktisch unbrauchbar.

Zu dem entstehenden Datenvolumen kann ich momentan nichts sagen. Das kommt daher, daß mir Simyo gerade widersprüchliche Guthaben meldet. Einerseits wurde nach ein wenig anfänglichem Browsen und der Aufnahme der “Screenshots” ein Unterschied von ca. anderthalb Euro via *100# gemeldet, was mich auf rund 1MB pro Videominute schließen ließ, andererseits hat sich dieser Unterschied inzwischen (ca. eine Stunde später) auf insgesamt rund 50 Cent verringert. Dieses Phänomen hatte ich schonmal bei Vodafone und scheint irgendwie mit Streams via RTSP zusammenzuhängen; diese scheinen im Voraus abgerechnet und erst nachträglich korrigiert zu werden. Ich warte hier lieber noch auf die genaue Abrechnung des Datenvolumens (zeigt der Client leider nicht selbst an :( ) und werde meine Kosten für die kleine Spielerei dann nochmal hier nachtragen.

Im Übrigen scheint der Client reproduzierbar mein K800i zu crashen. Nach Benutzung empfiehlt es sich, das Handy ab- und wieder anzuschalten, sonst reagiert alles etwas sehr träge und unzuverlässig.

Nachtrag: Ich habe die Anwendung nochmal mit drei je einminütigen Videos getestet. Auf der Verbindungsübersicht finden sich gleich mehrere Datenverbindungen, entweder weil die Anwendung dauernd die Verbindung kappt oder weil ich hier einen schlechten UMTS-Empfang habe. Die Streams scheinen pro Minute im Schnitt etwas über 800kB zu verbrauchen und werden bei mir von simyo mit im Schnitt 17 Cent abgerechnet.